Frisch bezogene Bettwäsche und weiche Handtücher gehören zu den kleinen Dingen, die sich im Alltag einfach gut anfühlen. Aber wie oft müssen Bettwäsche, Handtücher oder Geschirrtücher tatsächlich in die Waschmaschine? Und sind dafür immer 60 Grad notwendig?
Die kurze Antwort: Es gibt sinnvolle Richtwerte, aber keinen starren Waschkalender. Entscheidend sind Nutzung, Material, Feuchtigkeit und Verschmutzung. Wer stark schwitzt oder ein Handtuch mit mehreren Personen teilt, wird häufiger waschen als jemand, der Textilien nur wenig beansprucht.
Wie oft Bettwäsche waschen?
Als gute Orientierung kannst du Bettwäsche etwa alle ein bis zwei Wochen wechseln und waschen. Sie kommt jede Nacht mehrere Stunden mit Haut, Schweiß und Hautschüppchen in Kontakt.
Im Sommer oder wenn du nachts stark schwitzt, kann ein wöchentlicher Wechsel angenehm sein. Auch wenn Haustiere im Bett schlafen oder die Bettwäsche sichtbar verschmutzt ist, darf sie früher in die Waschmaschine.
Bei wie viel Grad sollte man Bettwäsche waschen?
Bei Baumwollbettwäsche sind 40 bis 60 Grad möglich. Generell ist es bei Bettwäsche aus hygienischen Gründen sinnvoll das 60 Grad Programm zu verwenden.
Entscheidend ist jedoch immer das Pflegeetikett. Empfindliche Materialien wie Satin, Seide oder bestimmte Mischgewebe brauchen unter Umständen niedrigere Temperaturen und ein schonenderes Waschprogramm.
Wie oft sollte man Handtücher waschen?
Hier kommt es stark auf die Verwendung an. Ein Duschtuch kannst du normalerweise mehrere Male benutzen, wenn es nach dem Duschen vollständig trocknen kann. Als alltagstauglicher Richtwert bietet sich ein Wechsel nach etwa fünf Anwendungen beziehungsweise nach einigen Tagen an.
Handtücher am Waschbecken werden meist häufiger benutzt – oft sogar von mehreren Personen. Deshalb kann ein Wechsel schon etwa alle drei Tage sinnvoll sein. Wichtig ist vor allem, dass feuchte Handtücher nicht zusammengeknüllt liegen bleiben. Hänge sie nach der Verwendung möglichst luftig auf.
Handtücher bei 40 oder 60 Grad waschen?
Auch hier entscheidet zunächst das Pflegeetikett. Robuste Baumwollhandtücher können meist bei 60 Grad gewaschen werden. Leichte Handtücher aus Mikrofaser die gerne für Reisen oder zum Sport verwendet werden, sollten schonender etwa bei 30 oder 40 Grad gewaschen werden.
Geschirrtücher: lieber etwas häufiger wechseln
Geschirrtücher sind in der Küche besonders vielseitig im Einsatz. Sie trocknen Geschirr und Hände, kommen mit Arbeitsflächen in Berührung und werden häufig mehrfach am Tag verwendet. Deshalb solltest du Geschirrtücher idealerweise alle zwei bis drei Tage wechseln. Werden sie sehr feucht, riechen unangenehm oder kommen mit Rückständen von rohen Lebensmitteln in Kontakt, gehören sie früher in die Wäsche.
Die AGES empfiehlt, Küchenhandtücher gut trocknen zu lassen und regelmäßig heiß, bei 60 Grad zu waschen. AGES Typische Baumwolltücher vertragen die Temperatur gut. Aber auch hier gilt aber: Ein Blick auf das Pflegeetikett verhindert böse Überraschungen.
Wie oft sollte man Bettdecken waschen?
Bei der Bettdecke sieht es anders aus als beim Bezug. Sie muss nicht alle ein bis zwei Wochen gewaschen werden. Für viele Bettdecken reicht eine Reinigung ein- bis zweimal pro Jahr beziehungsweise nach Hersteller- und Pflegeempfehlung. Wird die Bettdecke stark beansprucht, verschmutzt oder direkt ohne Bettbezug verwendet, kann eine häufigere Reinigung sinnvoll sein.
Besonders wichtig ist das Material. Daunen, Wolle und synthetische Füllungen haben sehr unterschiedliche Anforderungen an Waschprogramm und Temperatur. Nicht jede Bettdecke darf überhaupt in eine normale Haushaltswaschmaschine. Generell wichtig ist regelmäßiges Lüften, damit Feuchtigkeit aus der Bettdecke entweichen kann.
| Textil | Wie oft waschen? | Häufig geeignete Temperatur* |
|---|---|---|
| Bettwäsche | etwa alle 1–2 Wochen | 40–60 °C |
| Duschtücher | nach ca. 4–5 Anwendungen | 60 °C |
| Handtücher am Waschbecken | etwa alle 2–3 Tage | 60 °C |
| Geschirrtücher | etwa alle 2–3 Tage | 60 °C |
| Bettdecke | etwa 1–2 Mal pro Jahr | abhängig von Material und Pflegeetikett |
*Das Pflegeetikett hat Vorrang.
Wann sollte häufiger oder heißer gewaschen werden?
In einem normalen, gesunden Haushalt braucht es keinen komplizierten Hygieneplan. Bei ansteckenden Erkrankungen, bestimmten Allergien oder besonderem Hygienebedarf können jedoch andere Empfehlungen gelten.
Bei einer Hausstaubmilbenallergie empfiehlt das österreichische Gesundheitsportal beispielsweise, Bettwäsche häufig zu wechseln und bei mindestens 60 Grad zu waschen. Auch bei bestimmten Infektionskrankheiten können höhere Waschtemperaturen sinnvoll sein. Gesundheitsportal
Wie oft ist also oft genug?
Für den Alltag reichen einige einfache Richtwerte: Bettwäsche etwa alle ein bis zwei Wochen, Handtücher nach einigen Tagen und Geschirrtücher etwas häufiger. Bettdecken brauchen dagegen meist nur 1-2 Waschgänge pro Jahr.
Noch wichtiger als ein fixer Zeitplan ist der Blick auf das Textil selbst: Ist es feucht, sichtbar verschmutzt oder riecht unangenehm, darf es früher in die Waschmaschine. Und bei der Waschtemperatur gilt immer: Pflegeetikett prüfen und passend zum Material auswählen.
Häufige Fragen
Wie oft sollte man Bettwäsche wechseln?
Für die meisten Haushalte ist ein Wechsel etwa alle ein bis zwei Wochen ein guter Richtwert. Wer nachts stark schwitzt oder Haustiere im Bett hat, kann die Bettwäsche häufiger wechseln.
Wie oft kann man ein Handtuch benutzen?
Ein Duschtuch kannst du meist vier bis fünf Mal verwenden, wenn es nach jeder Nutzung vollständig trocknen kann. Handtücher am Waschbecken sollten aufgrund der häufigeren Nutzung öfter gewechselt werden.
Reichen 40 Grad für Handtücher?
Je nach Material und Hygienebedarf können 40 Grad ausreichend sein. Robuste Baumwollhandtücher sollten bei 60 Grad gewaschen werden.
Kann man Bettwäsche und Handtücher zusammen waschen?
Ja, wenn Farben, Material und zulässige Waschtemperatur zusammenpassen. Achte außerdem darauf, die Trommel nicht zu voll zu beladen, damit sich die Textilien ausreichend bewegen können.



