Moderne Trockner können dabei helfen, Mikrofasern aus Kleidung kontrolliert aufzufangen. Wir haben uns angesehen, wie das funktioniert.
Warum Mikroplastik bei Kleidung überhaupt ein Thema ist
Viele Kleidungsstücke bestehen heute ganz oder teilweise aus synthetischen Materialien wie Polyester, Polyamid oder Elasthan. Das gilt besonders für Sportkleidung, Funktionswäsche, Fleecejacken oder schnell trocknende Kinderkleidung. Bei jeder Nutzung, beim Waschen und auch beim Trocknen lösen sich kleine Fasern aus dem Gewebe.
Synthetische Kleidung muss deshalb nicht grundsätzlich verteufelt werden, es ist nur wichtig bewusst mit ihr umzugehen. Moderne Geräte und passende Programme helfen dabei, Textilien schonender zu behandeln. Sanfte Wasch- und Trockenprogramme können den Abrieb von Textilfasern reduzieren. Auch spezielle Programme für Sport- und Funktionswäsche sind genau dafür gedacht.
Dazu kommt: Viele Geräte arbeiten mit Sensoren, die Trocknungsgrad und Beladung erkennen. Dadurch läuft der Trockner nicht länger als nötig. Viele Hersteller arbeiten zudem daran, die Luftführung und Filtertechnik weiter zu optimieren, damit Fasern noch zuverlässiger im Gerät verbleiben. Auch Entwicklungen wie verbesserte Dichtungssysteme oder feinere Filterstrukturen sollen langfristig dazu beitragen, den Faserverlust weiter zu reduzieren. Mehr Infos zu den unterschiedlichen Trocknerprogrammen findest du in unseren FAQs Trocknerprogramme.
Filter helfen beim Waschen und Trocknen dabei Mikroplastik abzufangen
Mittlerweile gibt es bereits Waschmaschinen mit integriertem Mikroplastikfilter sowie nachrüstbaren Filtersysteme, die genau dort ansetzen und einen großen Teil dieser Fasern zurückhalten können. Mehr dazu erfährst du in unserem Artikel Mikroplastik vermeiden und umweltfreundlich waschen.
Aber auch der Blick auf den Trockner ist spannend. Denn von dort landen die gelösten Fasern nicht im Abwasser, sondern werden im Gerät gesammelt. Für Menschen, die häufig Sport- und Funktionskleidung waschen, kann ein moderner Wäschetrockner deshalb ein wichtiger Teil einer bewussten Wäschepflege sein.
Wenn sich beim Trocknen Fasern lösen, werden sie im Flusensieb und im Sockelfilter aufgefangen. So können Trockner zwar nicht vollständig verhindern, dass sich Mikrofasern aus Textilien lösen – sie sorgen aber dafür, dass diese kontrolliert gesammelt und entsorgt werden können.
Tipp:
Tipp: Die Flusen aus dem Flusensieb sollten immer im Restmüll entsorgt werden und das Sieb sollte nicht mit Wasser abgespült werden.

Lufttrocknen oder Trockner – was ist besser gegen Mikroplastik
Oft wird Lufttrocknen automatisch als die bessere Lösung gesehen. Ganz so einfach ist es nicht. Lufttrocknen ist bei empfindlichen Textilien oft sinnvoll und schonend. Gleichzeitig werden dabei gelöste Fasern nicht aktiv gesammelt. Beim Ausschütteln können textile Partikel in der Umgebung verbleiben. Ein moderner Trockner hat hier den Vorteil, dass Flusen und Fasern gezielt aufgefangen werden.
Häufige Fragen zu Trockner und Mikroplastik
Verursacht ein Trockner Mikroplastik?
Beim Trocknen können sich Mikrofasern aus synthetischer Kleidung lösen. Der Unterschied ist aber, dass diese Fasern im Trockner meist im Flusensieb und in Filtern gesammelt werden, statt mit Wasser in den Abfluss zu gelangen.
Hilft das Flusensieb gegen Mikroplastik?
Ja, das Flusensieb ist die wichtigste Sammelstelle für Flusen und textile Partikel im Gerät. Es sollte nach jedem Trockengang gereinigt werden, damit der Trockner effizient bleibt und Fasern zuverlässig aufgefangen werden.
Welche Textilien sind besonders betroffen?
Vor allem Sportkleidung, Fleece, Mikrofaser und synthetische Mischgewebe verlieren feine Fasern. Schonende Programme und passende Pflege helfen, den Abrieb zu reduzieren.



